|
Einsatz von SCHMIDT® ServoPressen in
hochflexibler Motorenmontagelinie
Die Firma ebm-papst aus St. Georgen, Marktführer für elektrische
Antriebssysteme bis 500 W, setzt seit über einem Jahr auf Vollautomatisierung
in der Motorenfertigung.
Die Anforderungen der Kunden sind vielfältig. So genannte AFS-Systeme
(Active Front Steering) - als Lenkhilfeunterstützung - werden beispielsweise
in die Automobilindustrie geliefert. Darüber hinaus hat man elektronisch
kommutierte DC-Industriemotoren für Rollenantriebe im Programm.
Diese unterschiedlichen Anforderungen aus verschiedenen Branchen
sowie die Baugrößenvielfalt erfordern eine hochflexible Montage.
Die Montage der Rotoren bzw. die Motorendmontage findet auf 4 Montagelinien
der Firma Teamtechnik statt. Das so genannte Teamos Baukastensystem
erlaubt die vielfältige Kombination von Zellen und Prozessmodulen.
Insgesamt werden 35 Varianten auf den bis zu 30 Meter langen Linien
produziert. Dabei fallen bis zu 30 Prozessschritte an, bis ein Motor
von Wicklung und Kontaktierung zur Stator- Rotor Endmontage fertig
gestellt ist. Auf einer solchen Linie, die im Dreischichtbetrieb
läuft, werden bis zu 1,5 Mio. Motoren/Jahr produziert. Dabei sind
zum Betrieb aller 4 Linien durchschnittlich nur 4 Personen notwendig.
Über ein Werkstückträgersystem werden die Motorenkomponenten den
einzelnen Prozesstationen zugeführt. Großes Augengenmerk gilt dabei
den 2 bzw. 3 Fügeoperationen pro Linie. Diese Schlüsselprozesse
werden durch SCHMIDT® ServoPressen mit SCHMIDT® PressControl
4000/5000 Steuerungen realisiert und sind grundsätzlich Kraft-Weg
überwacht. Laut Herrn Weisser, Werkleiter der Firma ebm-papst liegen
die zulässigen Höhentoleranzen beim Fügen im Bereich von 1/100 mm
und auch die Aufpresskräfte bzw. späteren Haltekräfte sind entsprechend
eng toleriert.
Wird in Betracht gezogen, dass grundsätzlich Höhentoleranzen des
Werkstücks sowie des Werkstückträgersystems vorliegen und zudem
die SCHMIDT® ServoPress Module kartesisch aufgehängt
sind, wird deutlich, dass die ServoPressen in dieser Applikation
eine sehr intelligente Montage leisten müssen, um die geforderten
Toleranzen zu realisieren. Zudem übernehmen die ServoPressen Handlingsaufgaben
('pick and place') zwischen den eigentlichen Fügeoperationen.
Entscheidenden Anteil an der Montagegenauigkeit hat die SCHMIDT®
PressControl 4000/5000 Steuerung, welche verschiedene 'smart functions'
bietet. Durch ein kraftgeregeltes Antasten werden die Körperkannten
der Bauteile detektiert. Die systembedingten Höhenschwankungen erfordern
eine automatische Anpassung der enggesetzten Toleranzfenster. Zusätzlich
wird die elastische Verformung der Presse, des Werstückträgers sowie
das Federn des Bauteils kompensiert. Das bedeutet, die Presse fährt
abhängig von der Einpresskraft in eine vorberechnete Position, so
dass sich nach dem Entlasten die geforderten Funktionsmaße des Bauteils
ergeben. Eine statistische Prozessregelung SPC überwacht dabei das
Prozessverhalten und die Prozessfähigkeitsparameter 'online' nach
jeder Verpressung. Diese Werte werden entsprechend ausgewertet und
ISO konform dokumentiert. Bei Chargenwechsel erfolgen die Umstellungen
an der Presse zu 100 % über das Bedienpanel der Linie.
Die gesamte Anlage ist seit über einem Jahr im Betrieb und produziert
drei-schichtig ohne Probleme. Herr Weisser lobt insbesondere die
Zuverlässigkeit und Wartungsfreiheit der eingesetzten SCHMIDT® ServoPressen
und bekräftigt mit SCHMIDT Technology den richtigen
Partner gewählt zu haben. Mit dieser Überzeugung wird der eingeschlagene
Weg weiter beschritten.
|